Samstag, 30. August 2014

Fluch in der Familie

Artikel von Marie-Sophie Maasburg


Gibt es so etwas? Einen Fluch auf einer Familie? Ein Unheil, das sich über Generationen durch eine Familie zieht und immer wieder an die Oberfläche kommt? Um das zu beantworten, braucht man sich nur umzusehen. Es gibt Familien, die scheint wirklich alles zu treffen. Ein Unglück nach dem anderen entlädt sich über ihnen. Krankheit, Tod, Trennungen und Streit ziehen sich wie ein roter Faden durch die Generationen. Und oft fragt sich das mitleidige Herz, wie gerade diese Menschen das verdient haben sollen. Wenn man das Internet durchstöbert findet man allerhand über Flüche, die auf Familien liegen und ein reichhaltiges Angebot – vermehrt aus der Esoterik – dem zu entkommen. Das Phänomen, dass sich Unglücksfälle, Selbstmorde, Totgeburten, Depression oder Krankheiten wie ein Muster in gewissen Familien verdichten, ist vielerorts zu beobachten.

 

Studien aus der medizinischen Forschung haben belegt, dass wir von unseren Vorfahren gewisse Dispositionen erben. Anlagen zu Krankheiten oder die Krankheit selbst. Dann heißt es beispielsweise: auch dein Großvater hatte schon einen Hang zu Depressionen; oder man erkrankt an Krebs und stellt dann in der Anamnese fest, dass es in den vorhergehenden Generationen auch schon Krebserkrankungen gab. Im Fall der biologischen Erbfolge nehmen wir dieses Erbe als unausweichlich an und hoffen inständig, dass es bei uns nicht zum Tragen kommt. Und fänden wir eine Heilungsmethode, die nicht nur uns, sondern auch unsere Kinder von der Belastung entbände, würden wir alles dafür geben.

 

Ebenso kann sich die Sünde unserer Vorfahren sehr konkret auf unser Leben auswirken, da wir dieses Erbe ebenso tragen wie das biologische. Geht man auf die geistige Ebene, fällt es den meisten schwer, eine solche „Erbfolge“ anzuerkennen, auch wenn sie spürbar Auswirkungen auf das Leben hat. Etwas im Mensch wehrt sich, die „Sündenfolge“ als Tatsache anzuerkennen. Denn sind wir nicht selbstbestimmte, freie Menschen? Können wir nicht alles allein aus uns heraus schaffen, lösen und erreichen, wenn wir nur wirklich wollen? Wie sollte eine Sünde meiner Großväter sich auf mein heutiges Leben auswirken? Es entspricht unserem Denken, dass wir nur das ausbaden, was wir selbst verschuldet haben und nicht das, was andere verschuldet haben!

 

Aber immer wieder kommen Menschen in ausweglose Situationen. Es gibt Abfolgen unerklärlichen Versagens, was zu lähmenden Angstzuständen führt. Oder es geschehen Verkettungen unglücklicher Umstände, die mit rationalem Denken nicht mehr erklärbar sind. Oft sind es in der betroffenen Familie typische und wiederkehrende Muster. Und je mehr man sich dann mit dieser Familie/Familiengeschichte auseinandersetzt, desto mehr muss man feststellen, dass es "wie ein Fluch" ist.

 

Interessanterweise stößt man gerade in katholischen Kreisen auf Ablehnung dieser Thematik. Der katholische Christ wehrt sich dagegen, dass ein Fluch auf ihm selbst oder der eigenen Familie lasten könnte. Es scheint dem Erlösungswerk Jesu zu widersprechen. Wie kann jemanden eine solche Last und Auswirkung treffen, wenn er an Jesus Christus glaubt, sich zu ihm bekennt und seine Vergebung angenommen hat? 

 

Die Erbsünde oder Ursünde führte zum Tod. Durch Jesus Christus haben wir das Leben. Aber wir leben in dieser, der gefallenen Welt und sind den Folgen der Erbsünde demnach ausgesetzt – trotz der Erlösung. Dieser Aspekt wird gerne ausgeblendet, so wie die Relevanz des Alten Testament oft angezweifelt wird. Sich jedoch nur auf das Neue Testament zu beziehen ist kurzsichtig und unvollständig, können wir doch das meiste aus dem Neuen ohne das Alte gar nicht wirklich verstehen. Beide Testamente gemeinsam sind das Wort Gottes und so sind die Wahrheiten aus dem Alten im Neuen zwar vollendet, damit aber nicht aufgehoben.

Die gute Nachricht ist, dass wir dieser „Sündenfolge“, die auch unverschuldet auf uns liegen mag, nicht hilflos ausgeliefert sind. Denn Jesus Christus IST für uns gestorben und hat für uns mit seinem Blut bezahlt. Genau an diesem Punkt fassen das Alte und das Neue Testament wie ein Zahnrad ineinander. Was uns das Alte Testament  in oftmals schwer erträglicher, drastischer Weise an Prinzipien und Wahrheiten vor Augen hält, wird durch das Neue Testament in ein helles Licht der Hoffnung gerückt. Die Prinzipien und Wahrheiten werden nicht aufgehoben, aber durch Jesus Christus ist uns der Schlüssel zur Erlösung gegeben.

 

Das Wort Gottes besteht nicht nur aus Gesetzen, sondern auch aus Prinzipien. Es gibt geistliche und physische Prinzipien, die sich im Wort Gottes wiederholen. So gibt es einzelne Beschreibungen, die einmalig vorkommen und so zeitspezifisch gedeutet werden dürfen. Es gibt jedoch auch so genannte Göttliche Prinzipien, die sich durch die ganze Bibel ziehen. So steht beispielsweise im dritten Buch Mose 20,9 „Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht, wird mit dem Tod bestraft. Da er seinen Vater oder seine Mutter verflucht hat, soll sein Blut auf ihn kommen.“ Dem gegenüber steht das vierte Gebot, welches die andere Seite des gleichen Prinzips beleuchtet: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebest auf Erden.“ Dem Fluch steht der Segen gegenüber. Das Prinzip, dass der Umgang mit den eigenen Eltern eine konkrete Auswirkung auf das eigene Leben hat, kann man in vielen biblischen Geschichten wieder finden und auch heute kann es jeder persönlich erleben.

 

Wir lesen in der Bibel immer wieder, dass die, die Gott lieben und seine Prinzipien achten, vielfältigen Segen erhalten werden. Dem steht gegenüber, dass wenn wir sündigen, wir dem Feind ein Einfallstor öffnen. Und im Zustand nach der Sünde hat dieser ein legales Anrecht darauf, uns „zu bestehlen, zu zerstören und zu töten“ Joh.10,10.  Weil wir es ihm eingeräumt haben, durch die Sünde. Nun gibt es die Einstellung, einem Christen könne ja nichts mehr passieren, wenn er sein Leben in Jesu Hände gegeben habe, da jetzt Jesus für ihn streitet. Aber das stimmt nicht, und ein Blick in unsere Welt genügt, um das zu erkennen.

 

Es ist wahr, dass Jesus den Streit bereits gewonnen HAT. Aber jeder Mensch ist dazu berufen, ein aktiver Mitstreiter zu sein und die Waffen, die Jesus ihm hinterlassen hat, zu nutzen. (siehe Eph. 6,10ff) Mit seinen letzten Worten am Ende des Markusevangeliums, sendet er seine Jünger aus, um Dämonen auszutreiben. Er sagt nicht, sie seien alle bereits ausgetrieben, weil er auferstanden ist. Er ruft seine Jünger auf, aktiv zu werden. Es liegt kein Heil in der Passivität.

 

Jesus hat den Preis für uns bereits gezahlt. Aber wir müssen uns in Bewegung setzen und dies annehmen. Wir müssen in Anspruch nehmen, was uns Gott legal zugesagt hat - was uns als seinen Söhnen und Töchtern zusteht. Er zwingt es uns nicht auf, da er sich nicht über unseren freien Willen stellt. Durch Jesus sind die Gesetze des alten Bundes nicht aufgehoben, aber seine Gegenwart in uns lässt das Gesetz der Liebe Wirklichkeit werden. Dennoch gelten für die Welt die unveränderlichen Gebote Gottes, die Jesus mit seinem Kommen nicht aufgehoben, sondern vollendet hat. Tun wir also Dinge, die Gott ein Gräuel sind, so öffnen wir die Tür, die dem Feind ein legales Anrecht gibt, uns zu zerstören und zu töten. Und dieses Anrecht fordert er ein, wie man in vielen Familien beobachten kann.

 

Jesus ist gekommen, um dieses legale Anrecht des Feindes aufzuheben. Er hat alle Schuld auf sich genommen, um uns einen Weg in die Freiheit zu bahnen. Und doch ist seine Erlösung keine Automatik. Es ist nicht so, dass wir mit einem einmaligen „Ja“ unserem Herrn Jesus Christus einen Blanko-Schein ausstellen und er sich dann ohne unsere Wahrnehmung und unser Zutun um alle Baustellen kümmert die er findet. Denn er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und das bedeutet Bewegung, Beziehung und Entwicklung. Es ist immer wieder an uns, aus freiem Willen Ja zu sagen, zu diesem - seinem - Geschenk. Mit jedem Ja, das wir sprechen, räumen wir ihm mehr Raum ein, unser Inneres zu beleuchten und die dunklen Stellen zu finden und zu beseitigen.

Und mehr noch.

Setzen wir uns seinem heilenden und heiligenden Licht aus, können wir uns für unsere Nachkommen in den Riss stellen und verhindern, dass eine Sündenfolge auf unsere Kinder übergeht. Konkret heißt das, sich mit den Sünden der Vorfahren auseinanderzusetzen, vom heiligen Geist führen zu lassen und beispielsweise für das Geschehene stellvertretend um Vergebung zu bitten. Es gibt geistliche Angebote, die einem auf diesem Weg beleiten. (weiterführende Literatur: „Juliana“ von Marie-Sophie Lobkowicz, Präsenz-Verlag)

 

Gott, der Vater, bietet uns in seinem Sohn seine Gemeinschaft an und erneuert seine Beziehung zu uns Menschen. Er tut das ohne jede Bedingung, außer der kindlichen Bereitschaft, sich beschenken zu lassen. In jenem verharmlosenden „außer“ steckt jedoch der ganze Kern des Problems: es muss erst, „der alte Mensch gekreuzigt werden, damit der Leib der Sünde vernichtet werde und wir nicht Sklaven der Sünde bleiben“ Röm 6,6. Sich beschenken zu lassen klingt so leicht, ist es aber augenscheinlich nicht. Es ist ein Weg mit Gott; ein Lernen und Begreifen und immer neues Erkennen, wo unser alter Mensch noch nicht gekreuzigt wurde und wir nicht in der Lage sind, das Geschenk anzunehmen, das er für uns bereit hält.

Erstaunlicherweise sind viele eher bereit, sich den schrecklichen Umständen zu ergeben, als die Hände zu öffnen und sich befreien zu lassen. Jeder kann in sich gehen und das für sich persönlich prüfen. Und jeder wird wohl dieses Gefühl kennen, wenn man unverdient etwas Großes geschenkt bekommt. Das Gefühl es nicht verdient zu haben. Das Gefühl nichts, aber auch gar nichts, im Gegenzug geben zu können. Die meisten werden zugeben, dass dies kein gutes Gefühl ist. Es trägt etwas von Scham und Demut in sich. Und damit können wir Menschen nicht recht umgehen - seit dem Tag, an dem Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis gegessen haben.

 

Im Deuteronomium 28 werden Segen und Fluch genau beschrieben. Gott will den Menschen ein Leben in Fülle schenken. Auch, und vor allem den Familien. Denn eine Familie, angefangen mit der Ehe, ist die kleinste Einheit, in der die liebende Beziehung des dreifaltigen Gottes sichtbar werden darf. Aber bei denjenigen, die anderen Götter dienen und sich gegen ihn auflehnen, werden die Folgen ihrer Sünden bis in die vierte Generation zugelassen: „Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen und an der dritten und vierten Generation“ (Deut. 5,9) und in Exodus 34,6-7 steht ganz klar: „Er verfolgt die Schuld der Väter an den Söhnen und Enkeln, an der dritten und vierten Generation.“ Das erscheint logisch, da die vierte Generation das Maximum ist, welches ein Mensch in seiner Nachkommenschaft erleben kann. Das beste Beispiel ist die gesamte Heilsgeschichte der Juden, in der sich das Wechselspiel von Fluch und Segen beobachten lässt.

 

So oft steht die Frage im Raum: Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, warum gibt es soviel Unheil, Hunger, Elend und Leiden auf dieser Welt? Für viele hat der Ursprung dieser Frage seine Wurzel in der eigenen Familie und in den eigenen Umständen. Denn an sich selbst und an seinem Nächsten erfährt der Mensch die raue Wirklichkeit. Und je näher ein Unglück geschieht, desto tiefer trifft es ihn persönlich und lässt sich nicht mehr auf einer abstrakten Ebene betrachten. Aus christlicher, biblisch fundierter Sicht ist die Antwort auf diese Frage eindeutig:

 

Es ist die Frucht der Sünde und das vernichtende Werk Satans. Weil Gott dem Menschen die Wahl gegeben hat, sich zu entscheiden zwischen Leben und Tod, Segen oder Fluch. Wem dienst du? Gott oder Satan? Es gibt nur Licht oder Finsternis. Viele wollen sich für die graue Zone entscheiden. Sie wollen weder Fisch noch Fleisch sein.

Aber diesen grauen Bereich gibt es nicht

 

Das Wunderbare am Glauben ist, dass wir die Freiheit geschenkt bekommen haben uns zu entscheiden. Und dass wir jeden Tag aufs neue Ja sagen können zu unserem Gott. Und wenn wir das tun, dann setzt er uns Stück für Stück frei und wir erleben, wie der Segen, den er für uns bereithält, beginnt zu fließen.

 

 

Freitag, 2. August 2013

Losungen - Weinberge

Ich, der HERR, behüte den Weinberg und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.

Jesaja 27,3

Gott behütet und Gott gießt. Er ist derjenige, der wachsen läßt und ohne den kein Leben sein kann. Ohne seine Gnade gedeiht nichts. Und doch hat er uns in die Mitverantwortung genommen. Einem jeden von uns hat er einen Weinberg anvertraut. Und auch wir sind berufen diesen zu behüten, ihn zu pflegen und seine Frucht zu ernten. Es ist gut zu realisieren, dass Gott mich mit dem Weinberg nie alleine läßt, auch wenn es manchmal so scheinen mag. Wenn er wächst und gedeiht, dann kann ich mit Zuversicht sagen, dass der Herr mit mir ist und sich kümmert.

Mein Weinberg heißt momentan Leo:

Er ist mir und meinem Mann anvertraut und er ist ein kleines Wunder. Jeden Tag darf ich durch ihn Gottes Realität erfahren. Morgen gerade einmal vier Monate alt ist dieses Menschenwesen eine lebende Offenbarung. Gerade rollt er neben mir auf dem Boden herum und verkündet der ganzen Welt, dass er seine Stimme entdeckt hat und sie in allen Tonlagen ausprobieren will. Er jauchzt. Und Gott hört zu.

Und ich bin zutiefst dankbar, dass ich nur einen Teil der Verantwortung für Leo tragen muss. Vielmehr wird mir mit jedem Tag klarer wie genial Gott sich alles erdacht hat - vom ersten Tag an. Und das er nicht fern irgendwo tront, sondern quicklebendig mitten unter uns ist. Und er behütet unseren Sohn. Und er übergießt ihn: mit Freude!(Und die blubbert zu uns rüber!!)

Wie heißt dein momentaner Weinberg?

Dienstag, 2. Juli 2013

Losungen

Losung von heute:

Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde.

Psalm 62,7 

Darum seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

1. Korinther 15,58 

Immer wieder freue ich mich über die Losungen der Herrenhuter Brüdergemeinde. Sie sprechen nicht selten genau in meinem Tag, meine Gedanken oder meine Sorgen hinein. Und sie helfen mir ausgerichtet zu bleiben; den Blick immer wieder neu auf unseren Herrn Jesus zu richten und zu lauschen, was er mir heute sagen möchte. Sein Wort ist immer wahr und diese Wahrheit trifft mich immer wieder direkt ins Herz. 
Und was ich am meisten schätze: Es sind Worte der Auferbauung und der Ermutigung. Das muss man sich nämlich mal auf der Zunge zergehen lassen: Gott ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz, dass ich nicht fallen werde. Das steht da und so ist es wahr. Ich habe mein Haus auf diesem Felsen gebaut. Darum kann mir niemand und nichts den Boden unter den Füßen wegziehen. Und selbst wenn es sich ab und an so anfühlt, so ändert sich doch nichts an der Wahrheit dieser Worte. Meine eigenen Wahrnehmungen und Emotionen sind nämlich kein sicherer Wegweiser. Wenn ich ihnen stets folgen würde, dann wäre ich längst im inneren meiner Seele ertrunken. Ich muss aus mir heraus blicken, den Herrn feste fixieren und seinem Wort einfach glauben. Einfach? Stimmt - einfach ist das nicht immer. Aber mit einem Akt des Willens fängt es an und denn kann ich immer setzen - ganz unabhängig von meinen Gefühlen.

Und mit diesem Wissen, dieser Zuversicht kann ich dann auch fest und unerschütterlich sein und zunehmen im Werk des Herrn. Mein Werk mag klein sein und nichts großes bewegen. Aber ich weiß gewiss: meine Arbeit ist nicht vergeblich im Herrn.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Juliana - in erweiterter Neuauflage erschienen!!!

Gutes essen



Warum zählt ihr Geld dar für das, was kein Brot ist, und sauren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört doch auf mich, so werdet ihr Gutes essen. Jesaja 55,2
Die Losung von heute: Eine Verheißung. Und eine Erinnerung daran, dass wir ein Leben in Fülle haben, wenn wir auf unseren Gott hören. Wenn wir mit ihm gehen und seinen Plan leben. Dann werden wir nicht nur essen, sondern gut essen. Körperlich und geistig. Er sorgt für uns in allen Aspekten des Lebens – bis ins Detail. Wenn wir es zulassen.

Mittwoch, 14. November 2012

Morgendliche Gedanken

Mehr als alles behüte dein HERZ, denn ihn ihm entspringt die Quelle des Lebens ( Sprüche 4, 23).
Wie angreifbar unser Herz ist, kann jeder Mensch jeden Tag erfahren. Sorgen und Ängste mögen es umschatten. Unnötige Gedanken beschweren es manchmal sehr. Ich träume manchmal schlecht und die bedrückte Stimmung kann mich lange begleiten und mir den Tag verderben. Wenn ichnicht aufblicke und erkennen, dass diese Regungen nicht von Gott kommen.
Und wie behüte ich mein Herz am besten? 
Indem ich es ausrichte auf meinen Herrn und Erlöser Jesus Christus, der uns zuruft: "Nimm dein Kreuz auf Dich und folge mir nach" und im selben Atemzug mit einem Lächeln hinzufügt: "Aber fürchte Dich nicht, denn mein Kreuz ist leicht." Also blicke ich auf am Morgen - zum Kreuz hin, dass über unserer Schlafzimmertür hängt. Und ich wünsche dem Herrn einen guten Morgen. Das ist ein Anfang...und bereits spüre ich, wie sich die Fesseln um mein Herz lockern. 
Und ich frage mich nicht zum ersten Mal, wie es immer wieder dazu kommen kann, dass ich meinen Blick abwende, nicht an ihn denke, ihn nicht in meinen Tag einbeziehe. Und gleich darauf gebe ich mir selbst die Antwort, denn ich kenne den Feind - ich weiß um ihn und seine Tücken...

Wenn Du etwas besitzt, das Du nicht weggeben kannst, besitzt Du es nicht – sondern es besitzt Dich!“ Jim Elliot
Das spricht nicht nur von materiellen Dingen, die ich in den Händen halten kann - berühren und anfassen. Ich kann mich auch an Ideen, Ängste und Wünsche klammern. Sie können mich besitzen und gefangen halten. Aber wird sind nicht berufen Gefangene zu sein, sondern freie Söhne unsres Gottes. Also richte ich heute den Blick aufs Kreuz und beginne einmal mehr mein Herz in seine Richtung zu werfen. Jeden Tag ganz neu.

“Eifersüchtig begehrt der Heilige Geist euer ganzes Herz für Gott!” “Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um denen beizustehen, die mit ungeteiltem Herzen ihm anhangen” (Jak.4,5; 2.Chron.16,9).
Wem gehört mein Herz wirklich? Gehört es vor allem meinem Gott? Mein Herz ist immer und immer Begierden ausgesetzt. Auch Furcht und Sorge können zu einer solchen Begierde werden, die mein Herz beherrschen. Oft erscheint alles wichtiger und dringender also dieser kurze Blick zum Kreuz. Oder ich kann es nicht sehen, weeil mein Herz ganz dunkel ist. Wie dankbar bin ich für meinen Mann, der in solchen Momenten meinen Blick in die richtige Richtung lenkt. Wir neigen uns zu unserem Herrn und lassen zu, dass er in diesem, unserem heutigen Tag, nicht nur Nebensache sondern Hauptsache ist.



Montag, 12. November 2012

Der HERR aber sieht das Herz an

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
1.Samuel 16,7

Das ist eine beruhigende und beunruhigende Aussage zugleich. Es heißt ich kann nicht verstecken, was in meinem Herzen stattfindet, indem ich meine äußere Fassade poliere und aufputze. Gott sieht mich und Gott erkennt mich. Er weiß um meine Gedanken, meine Sorgen, meine Vorwürfe, meine Zweifel. Und er sieht mein Herz so wie es ist - mit all dem, was ich vielleicht selbst vor mir selbst verbergen möchte, weil ich weiß, dass es nicht schön anzuschauen ist.
Es heißt aber auch, dass mir egal sein kann, was die Menschen von mir denken. Sie sehen nämlich nur das, was außen ist. Mein Herz bleibt ihnen verborgen. So sieht Gott auch meine gute Absicht, meinen Versuch meine unzulänglichen Bemühungen. Wahrscheinlich muss es mein Bestreben sein, mein Herz immer mehr auf Gott auszurichten und das in einer Art und Weise zu tun, dass die Ausrichtung meines Herzens auch nach außen sichtbar wird. Damit auch der Mensch sieht, was innen ist.

Wie machst du das?